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Historischer Ortskern Olef


53937 Schleiden

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architectural monuments



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Seit 1993 ist der Ortsteil Olef Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Historische Ortskerne in NRW".
Der Ortsteil Olef der Stadt Schleiden soll eine der ältesten Pfarreien der Eifel sein und früher ein Kloster und eine Burg besessen haben. Er wurde 1252 erstmals urkundlich erwähnt und stand lange unter jülischer, später unter preußischer Herrschaft. Das ortsansässige Gewerbe ist vorwiegend in Abhängigkeit von der Olef entstanden, so z.B. bereits im 16. Jh. eine Eisenhütte. Olef ist im alten Kern vorwiegend Wohnstandort.

Der historische Ortskern Olef umfasst eine Fläche von 3,5 ha, auf der etwa 360 Menschen wohnen und entspricht auch heute noch im wesentlichen der Tranchotkarte von 1808. Kristallisationspunkte sind der ummauerte Kirchhof in einem Olefbogen und der nach dem großen Brand von 1697 entstandene Dreiecksplatz, auf den von Norden und Süden her die ehemaligen Durchgangsstraßen münden. Der Durchgangsverkehr wird heute allerdings von einer Umgehungsstraße westlich der Olef aufgenommen. Das Ortsbild wird bestimmt von der spätgotischen Pfarrkirche und den zweigeschossigen Fachwerkbauten, die nach 1697 entstanden sind.

Die Nord- und Westseite des Dreieckplatzes zeigt traufenständige Fachwerkhäuser in geschlossenen Zeilen, während die Häuser in den Nebenstraßen freistehend und giebelständig sind. Aus der weniger geschlossenen Ostseite des Platzes heben sich der zweigeschossige massive Pfarrhof von 1880 und die ehemalige Schule von 1840 hervor. Der Ortskern bietet insgesamt noch ein weitgehend geschlossenes und intaktes Bild.

Seit 1985 gilt für den historischen Ortskern eine Denkmalbereichssatzung und seit 1987 ein Denkmalpflegeplan. Ein Bebauungsplan schreibt in diesem Bereich im wesentlichen nur die vorhandene Bebauung fest. Der Dreiecksplatz ist 1986 aus Mitteln der Dorferneuerung mit Natur- und Kunststeinpflaster neu gestaltet worden. Über ihn verläuft eine Bahnlinie, die aber nicht mehr regelmäßig benutzt wird. Eine Reihe wertvoller alter Häuser ist unter intensiver Beratung durch die Stadt und Denkmalpflege mit einem hohen Selbsthilfeanteil der Bewohner instandgesetzt und modernisiert worden. Weitere anstehende Maßnahmen zur Erhaltung und Erneuerung des historischen Ortskerns werden vorab in einem städtebaulichen Rahmenplan zusammengefasst.